Miro Prototypes hilft Produktteams, frühe Ideen schneller in interaktive Prototypen zu verwandeln – vom Konzept zur klaren Ausrichtung, bevor Design oder Code erfolgen.
Dieser Leitfaden zeigt dir, wie erfolgreiche Teams mit AI-gestütztem Prototyping denken und arbeiten: mit Kontext planen, gezielt erstellen, im Team iterieren und das Wichtige testen.
Schritt 1: Denken im Kontext
Die besten AI-Prompts beginnen mit echter Arbeit. Verwendet den Canvas als Grundlage, indem ihr Haftnotizen, Produktanforderungs-Dokumente, Workflows, Screenshots oder andere Artefakte auswählt, die das Denken eures Teams festhalten.
Da anknüpfen, wo dein Team aufgehört hat
Wähle den Canvas-Inhalt aus, der deine Idee definiert. Die KI nutzt diesen Kontext, um Struktur und Logik zu gestalten. Du kannst diesen Prompt zum Start verwenden, passe einfach den Inhalt an deine spezifische Auswahl an.
Beispiel für einen Prompt:
„Erstelle ein mobiles Prototyp mit fünf Screens basierend auf dem ausgewählten PRD und Opportunity Map.“
Iteriere bestehende Produkte
Füge einen Screenshot eines Produkts ein. Miro AI wandelt es in ein editierbares Mock-up um, sodass du Änderungen und Verbesserungen vornehmen kannst, ohne bei Null anfangen zu müssen.
💡 Wähle deinen Screenshot aus und nutze Bild in Prototyp umwandeln aus dem Kontextmenü. Ein Prompt ist nicht erforderlich.
Alternativ kannst du einen Screenshot oder ausgewählten Prototypen als Kontext für die nächste Iteration im AI-Chat verwendenwell.
Prompt-Beispiel:
„Der ausgewählte Screenshot zeigt eine Liste von Aktienindizes und deren heutige Preisentwicklung. Erstelle eine Version dieses Bildschirms mit einer Liste ähnlicher Preisentwicklungen der größten Kryptowährungen unterhalb der aktuellen Liste. Das restliche Design des aktuellen Bildschirms sollte genau so bleiben, wie es auf diesem Bildschirm ist. Bitte denke daran, den Fußbereich zu erweitern, um Platz für das neue Listensegment zu schaffen. Bitte ändere die Textausgabe auf Englisch im gesamten Bildschirm."
Ein Prototyp, der anhand eines Screenshots erstellt und modifiziert wurde
Weiterführende Schritte
- Skizziere die Schritte: Skizziere grob die Reise in Notizen oder Diagramme und bestimme, wie viele Screens du möchtest (z. B. Sign-up → Dashboard → Checkout).
- Setze das Ambiente oder Thema: Füge einen Referenz-Screenshot oder Styleguide hinzu, damit die KI deine gewünschte Optik und Stimmung trifft.
- Detailierte Prompts liefern bessere Ergebnisse: Je detaillierter dein Prompt, desto näher kommt der erstellte Prototyp dem, was du möchtest. Du kannst so genau werden, dass du spezifische Hex-Codes für die Farben verschiedener Elemente angibst.
Beispiel für ein Prompt:
„Erstelle ein mobiles Prototyp mit 5 Bildschirmen basierend auf dem ausgewählten PRD und der Opportunity-Mapping-Übung. Das Styling und Thema des Designs sollte genau dem Stil des ausgewählten Screenshots entsprechen."
Schritt 2: Pausieren vor der Platzierung
Es ist schwierig, die visuellen Elemente gleich beim ersten Prompt richtig zu gestalten, daher sei bereit, mehrmals zu bearbeiten und iterieren. Während du kein großes Prompt brauchst, erstellt Miro AI Bildschirme, die deinem Prompt so nahe wie möglich kommen. Es kann hilfreich sein, spezifisch bezüglich der Struktur, Farben, visuellen Hierarchie etc. zu sein, wenn das für dich wichtig ist.
In Schritten iterieren
Der Staging-Bereich ist dein Sandbox. Behalte, was klickt, regeneriere, was nicht funktioniert. Wähle einen Rahmen aus und nutze Miro AI, um Änderungen vorzunehmen, bevor du platzierst.
Beispielaufforderung:
„Vereinfache dieses Layout und hebe die Hauptaktion hervor.“
Vergleiche Richtungen
- Zwischen Versionen wechseln: Klicke dich durch die Iterationen, um die beste Richtung auszuwählen.
- Nebeneinander: Du kannst eine Version kopieren und neben eine andere einfügen, um sie visuell zu vergleichen.
Gehe weiter
- In Loops arbeiten: Erstellen → verfeinern → freigeben. Erwarte keine Perfektion beim ersten Versuch.
- Füge Notizen für den Kontext hinzu: Erstelle vor der Platzierung eine Notiz, um festzuhalten, was du getestet oder erkundet hast.
✏️ Iteriere frei mit KI, bevor du deine Ideen dem Team vorstellst. Klicke auf Auf die Canvas anwenden, wenn du bereit bist, damit alle sie sehen und bearbeiten können.
Schritt 3: Als Team iterieren
Sobald dein Prototyp auf dem Board ist, überprüfe, verfeinere und entwickle das Konzept gemeinsam weiter (mit KI oder manuell), bis ihr euch einig seid, was funktioniert und warum.
Geht es gemeinsam durch
- Verbinde die Bildschirme, um Logiklücken und die nächsten Schritte aufzuzeigen.
- Nutze das Prototyping-Format und den Fokusmodus, um nur den Prototyp freizugeben, ohne von der gesamten Fläche abgelenkt zu werden. Befestige das Format, damit es sich automatisch für andere öffnet, wenn sie das Board öffnen.
- Wechsle zu Vorschau-Modus wenn du präsentierst, damit alle dem gleichen Ablauf folgen können, wobei der vollständige Kontext nur einen Klick entfernt ist.
Kommentiere direkt auf den Screens, reagiere mit Stickern und erfasse, was funktioniert (und was nicht). Anmerkungen helfen sicherzustellen, dass das gesamte Team auf dem gleichen Stand ist.
Wenn nötig, manuell bearbeiten
Nicht jede Änderung erfordert ein neues Prompt. Manchmal ist es schneller und klarer, es einfach selbst zu optimieren. Nutze die Prototyping-Bibliothek, um Komponenten auszutauschen, Abstände anzupassen oder Text umzuschreiben.
Jedes Teammitglied kann die Kontrolle übernehmen, Änderungen vornehmen und die Idee vorantreiben.
Weiter gehen
- Mit Absicht gestalten — Beziehe deine Markenfarben in das Prompt ein. Alternativ lade einen Screenshot deines Produkts hoch, damit die KI den Stil automatisch anwenden kann. Dies hilft, Prototypen authentisch wirken zu lassen.
Prompt-Beispiel:
„Verwende unsere Markenrichtlinien: #0052CC für primäre Aktionen“
💡 Wähle die Screens aus und importiere den Stil von einem Bild auf einmal über das Kontextmenü. Bilde ein Bildthema ab.
- Füge Talktracks für asynchrone Rückmeldungen hinzu: Nimm kurze Erklärungen auf, um deine Gedanken darzulegen und Feedback zu erhalten, ohne Meetings abzuhalten (oder als Vorbereitung vor dem Meeting).
- Entscheidungen in Kommentaren festhalten: Fasse wichtige Rückmeldungen oder nächste Schritte direkt auf dem Board zusammen, damit nichts in Slack- oder E-Mail-Threads verloren geht.
Schritt 4: Testen und verfeinern
Tests durchführen, Erkenntnisse sammeln und Lehren umsetzen.
Frag deine KI-Kollegen
Bevor du zum Design oder zur Entwicklung übergehst, validiere dein Konzept mit den KI-Kollegen und schnellen Team-Reviews. Hol dir den UX-Researcher oder den Content-Designer-Kollegen für eine schnelle Überprüfung aus einer anderen Perspektive. Behandle dies als leichtgewichtigen Nutzertest.
Beispielaufforderung für den UX-Researcher-Kollegen:
„Analysiere das ausgewählte Prototyp und erstelle einen Bericht über die 5 kritischsten Benutzerfreundlichkeitsprobleme sowie klare Empfehlungen, wie diese zu beheben sind."
Bitte fasse die 5 Empfehlungen in einer Management-Zusammenfassung oben zusammen, mit jeweils einem Stichpunkt pro Empfehlung“
Anwenden, was du gelernt hast
Verfeinere Layouts, verbessere Texte und behebe Schwachstellen, bis die Darstellung mühelos wirkt. Probiere den Design-Prototypen-KI-Kollegen aus, um Iterationen durchzuführen.
Beispielaufforderung:
„Bitte erstelle eine neue Version des ausgewählten Prototyps mit den wichtigsten Empfehlungen aus dem ausgewählten Bericht."
Halte die Arbeit mit Workflows verbunden
Nutze AI-Workflows, um wiederkehrende Aufgaben zu automatisieren, Prozesse zu optimieren und die Produktivität direkt im Miro-Canvas zu steigern. Verwandle die Ideen deines Teams in interaktive Visuals, die du testen, freigeben und nebeneinander wie Übersetzungsvarianten vergleichen kannst.
Probier die Vorlage Prototypen lokalisieren aus, um es selbst zu testen.
Schritt 5: Teile und wiederhole
Übergabe, wenn die Logik stimmig ist
Verwende Miro Prototypes, um eine Übereinstimmung über die Richtung zu erreichen, bevor Designer zu Designtools übergehen oder Entwickler mit dem Programmieren ("Vibe-Coding") beginnen. Dies verhindert kostspielige Nacharbeiten und stellt sicher, dass alle sich über die Lösung einig sind, bevor Stunden in die hochdetaillierte Umsetzung investiert werden.
💡 Verwende das Prototype-Format und den Fokusmodus, um nur den Prototyp ohne Ablenkung durch das gesamte Board freizugeben.
Das Fazit
Beim Prototyping geht es nicht darum, ein pixelgenaues Enddesign zu erstellen. Es dreht sich vielmehr darum, einen nutzbaren Prototypen zu entwickeln. Miro Prototypes hilft Teams, Ideen schneller zu visualisieren, schneller übereinzukommen und gemeinsam die richtige Lösung zu entwickeln.
Je früher dein Team eine Idee sieht, desto schneller könnt ihr euch abstimmen und das Richtige entwickeln.