Miro-Board-Elemente können personenbezogene und regulierte Daten (z. B. PII, PHI, PCI) oder vertrauliche, geschäftskritische Inhalte (z. B. Finanzdaten, HR-Informationen, geistiges Eigentum, Geschäftsgeheimnisse) enthalten. Nach Datenerkennung und automatischer Klassifizierung müssen Organisationen proaktive Kontrollen implementieren, die entscheidend sind, um Datenschutz, Sicherheit und Compliance mit geltenden Vorschriften dauerhaft zu gewährleisten.
- Mit Schutzregeln kannst du jetzt proaktive Kontrollen automatisch durchsetzen, z. B.:
Automatisches Einschränken von Freigaberechten auf verschiedenen Ebenen (öffentlich, Team, Organisation) basierend auf dem Inhalt des Boards und dessen Klassifizierungsstufe. - Replikation von Inhalten einschränken.
- Die Nutzung von Miro AI blockieren, um KI-gestützte Interaktionen mit sensiblen oder klassifizierten Daten zu verhindern.
- Den Zugriff über den Miro MCP-Server blockieren, damit KI-Agenten und andere programmatische Clients nicht über den Miro MCP-Server auf Boards zugreifen können.
Diese proaktiven Kontrollen gewährleisten dauerhaften Datenschutz und Compliance, ohne den Geschäftsbetrieb zu beeinträchtigen.
Admins haben zwei Optionen, um intelligente Schutzregeln in ihrer Organisation einzuführen:
- Standardmodus: Standardmäßig wirken sich Schutzregeln nicht auf aktive Freigabeoptionen auf Boards aus, damit die laufende Zusammenarbeit nicht gestört wird, auch wenn Boards durch automatische Klassifizierung neu eingestuft werden.
- Strikter Modus: Wenn der Schutzregeln im strikten Modus anwenden-Schalter aktiviert ist, setzen die Schutzregeln alle aktiven Freigabeoptionen außer Kraft. Das bietet Admins die strengsten Kontrollmöglichkeiten, kann aber auch dazu führen, dass einige Nutzer sofort den Zugriff auf das Board verlieren.
Betrachte ein Szenario, in dem du Schutzregeln so konfiguriert hast, dass Nutzer von Boards, die als CONFIDENTIAL klassifiziert sind, das Board nicht öffentlich freigeben, nicht mit Teams teilen, nicht für die Organisation freigeben oder Inhalte replizieren dürfen. Jemand in deiner Organisation hat ein neues Board namens Financial Plan erstellt, einige Umsatzzahlen hinzugefügt und diesem Board die Klassifizierungsstufe CONFIDENTIAL zugewiesen. Die Schutzregeln werden automatisch angewendet: Alle Nutzer können das Board nicht freigeben, und alle Nutzer außer dem Board-Eigentümer können Inhalte nicht replizieren (Abbildung 2).
Miro-MCP-Zugriff blockieren
Da KI-Agenten zunehmend über den Miro-MCP-Server auf Miro-Boards zugreifen, stehen Organisationen mit sensiblen Inhalten vor einer neuen Governance-Lücke: Die bestehenden Enterprise Guard-Schutzregeln gelten nicht für Miro-MCP-Verbindungen, sodass klassifizierte Board-Inhalte ungefiltert an externe KI-Systeme weitergegeben werden können.
Die neue Schutzregel „Block Miro MCP Access“ schließt diese Lücke, indem sie die intelligenten Schutzregeln auf Miro MCP ausweitet und Admins für sensible Inhalte dieselben klassifizierungsbasierten Kontrollen bietet, die sie bereits für Freigaben, Exporte und KI-Funktionen nutzen. Mit diesem kommenden Feature im Enterprise Guard Add-on können Admins für sensible Inhalte:
- Miro MCP-Zugriff nach Klassifizierungsstufe steuern: die Schutzregel „Block MCP Access" für jede Kombination der Klassifizierungs-Labels deiner Organisation konfigurieren (z. B. Miro-MCP-Lesezugriff auf Boards mit den Labels CONFIDENTIAL und Restricted blockieren, ihn auf Boards mit dem Label General jedoch erlauben).
- Sowohl Lese- als auch Schreibzugriffe blockieren: Wenn diese Regel ausgelöst wird, steht der Zugriff über den Miro MCP-Server für KI-Agenten und andere programmatische Clients nicht zur Verfügung. Dies gilt für alle Miro MCP-Toolaufrufe an oder auf einem Miro Board, einschließlich Lesen, Schreiben und Aktualisierungen.
- Im bestehenden Workflow der intelligenten Schutzregeln konfigurieren: Richte es am selben Ort ein wie deine anderen Schutzregeln, eine separate Einrichtung ist nicht erforderlich.
- Über alle Miro MCP-Clients hinweg konsequent durchsetzen: Die Kontrollen werden auf der Autorisierungsebene angewendet, unabhängig davon, welcher Miro MCP-Client oder welcher KI-Agent die Anfrage stellt.
Weitere Informationen zu den einzelnen Schutzregeln, ihren Beschreibungen und den betroffenen Nutzern findest du in der Referenzdokumentation zu Schutzregeln.